
Normalerweise sind die Malas aus 108 Perlen gemacht. Diese können aus Holz sein oder aus Samen. In Asien verwendet man gerne Lotussamen. Manche Malas sind auch aus Halbedelsteinen gemacht, zum Beispiel aus Rosenquarz oder Lapislazuli. Es gibt auch welche aus Knochen, die zu runden Perlen geschnitzt worden sind.
Warum es ausgerechnet 108 Perlen sind, dafür gibt es viele verschiedene Erklärungen. Eine sagt zum Beispiel, dass schon im Hinduismus Gebetsketten benutzt wurden, und jede Perle für eine hinduistische Gottheit steht. Der Hinduismus war die Religion, die in Indien zur Zeit des Buddha die Hauptreligion war.
Eine andere Erklärung für die 108 Perlen ist, dass es 108 leidenschaftliche Kräfte geben soll, die man im Buddhismus überwinden soll. Wieder eine sagt, dass die 108 sowieso eine besonders heilige Zahl ist, die ganz oft eine Rolle spielt. Ihr seht also, es gibt keine eindeutige Erklärung.

Wenn man das Mantra des Chenresig spricht und diese Mantren mit der Mala zählt, dann schiebt man jedesmal, wenn man „Om Mani Peme Hung“ gesagt hat, eine Perle auf der Mala weiter. Am Ende der Kette befindet sich eine 109te Perle, die etwas größer ist, hier dreht man wieder um, wenn man mehr als 108 Mantras sprechen will.
Ihr könnt euch auch selbst eine Mala basteln: Ihr braucht eine Schnur und 108 gleichgroße Perlen oder Samen und eine 109. Perle, die etwas größer ist. Dann könnt ihr auch gleich ausprobieren, wie Cenresig-Mantras aufsagen geht. Ihr lasst die Malaperlen nacheinander durch eure linke Hand gleiten, fasst jeweils eine Perle an und sprecht leise „Om Mani Peme Hung“.