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„Siddharta wird erwachsen – Wie man mit Buddhismus die Pubertät überlebt“
Autorin Diana Winston
Verlag O.W. Barth

Ein wirklich informatives und inspirierendes Buch, dass alle wichtigen Aspekte der buddhistischen Belehrungen behandelt und das nicht nur für Teenager, sondern durchaus auch lesenswert für Erwachsene.
Verständlich und mit Beispielen versehen,
beginnend mit der Lebensgeschichte Buddhas erfährt der Leser viel über die grundlegenden buddhistischen Lehren. Auch Fragen wie „wie werde ich Buddhist“ oder „wie kann ich meditieren“ werden behandelt. Das wichtigste an diesem Buch sind dann aber Themen wie Sexualität, starke Emotionen und wie gehe ich damit um, mit anderen zusammen leben, den rechten Lebensunterhalt finden, sich als Buddhist auch sozial engagieren. In dieser Bandbreite, bekommen Jugendliche eine wirklich fundierte Grundlage um mit ihrer Situation zu arbeiten. Dieses Buch kann als Ratgeber durch alle Höhen und Tiefen der Pubertät durchaus sehr hilfreich sein.
Schade nur, dass es von der Aufmachung und manchmal auch von der Wortwahl her etwas bieder rüberkommt und deswegen vielleicht wenig ansprechend für die anvisierte Altersgruppe ist. Etwas mehr „Pep“ würde hier gut tun, um die jungen Leser zu erreichen.

Ariane Will



3-502-61168-8

„Der kleine buddhistische Erzeihungsberater“
Autorin Sarah Naphtali
Verlag O.W. Barth

Schade, von der Idee und vom Ansatz her gut. Die Autorin fasst kurz und verständlich die Grundlagen der buddhistischen Lehre zusammen, z.B. die 4 edle Wahrheiten, 8facher Pfad, Achtsamkeit, Nutzen der Meditation, etc.
Aber dann, der Originaltitel des Buches im Englischen ist „Buddhism for mothers“. Im Deutschen heißt das dann politisch korrekt, s.o.
Aber es kommen keine Väter vor, oder wenn dann nur leider abwesend (Arbeit, Sport,etc)
Und stillen können die Versager auch nicht, also muss die buddhistische Mutter alles selber machen und fällt in ein tiefes schwarzes Loch aus Anstrengung, Schlafmangel, Überforderung, Frustration, Schuldgefühlen. Hätte ich nicht schon 5 Kids, ich würde nach dieser Lektüre keine bekommen!
Theoretisch weiß die gute Frau, worum es buddhistisch betrachtet geht, aber in die Praxis konnte Sie und ihren zitierten Freundinnen dies Erkenntnisse leider nicht umsetzen, und so bleiben alle in einem langen Jammertal stecken, dass mindest bis zum 20. Lebensjahr der Kinderlein dauert und in dem man sich großen Herausforderungen stellen muss, wie z.B. Zeit zu finden für die Meditation oder sich intensiv mit immerhin 35 Jahren mit dem Altwerden zu befassen und den dazu gehörigen erschreckenden Blicken in Spiegel und so.
Der Autorin und ihren Freundinnen wäre dringend angeraten doch bitte wieder arbeiten zu gehen und die Kinderbetreuung qualifizierten Fachkräften zu überlassen und Schwangeren ist dringend von der Lektüre dieses Buches abzuraten und einfach ihre Schwangerschaft zu genießen.
Ariane Will



Ganz anders und herzerfrischend dagegen


978-3-502-61188-2

„Zen oder die Kunst Mutter zu sein“
Autorin Karen M. Miller
Verlag O.W. Barth

Ein positiver Blick auf die Elternschaft, denn hier spielen auch die Väter eine Rolle.
Das Buch räumt kräftig mit allen überzogenen Vorstellungen von Mutterschaft auf und zeigt mit viel Humor Wege aus Krisen auf.
„Lass dir helfen und erbitte weitere Hilfe“ ist eine der Kernaussage. Unsere Handlungen bedürfen keiner Analysen, Bestrafungen oder Wiederholungen.
Nicht das Beste zu tun, das ist unmöglich, wir sind lediglich immer der Meinung, es sei nicht das Beste. Diese und andere Thesen mehr wurden von der Autorin lebenspraktisch umgesetzt und helfen schon beim Lesen, zumal ich mich bei vielen Schilderungen selber wieder erkannte und oft schmunzeln musste.
Zen Buddhismus erweist sich hier als lebenspraktisches Instrument, mit Humor und Ruhe auch mit schwierigen Situationen umgehen zu können und das Leben mit Kindern als das sehen zu können, was es ist: spannend und voller Liebe.

Ariane Will



Klarer Kopf und warmes Herz...

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Ein bärenstarker Geist. Ethik für Kinder – buddhistisch inspiriert
Autorin Andrea Liebers:
Sequoyah Verlag, Gutenstein 2008. 84 S., 19,80 €

... für beides ist gut gesorgt beim Lesen oder Vorlesen. Die lebensklugen Geschichten des alten Bären Ark stellen sich durchgängig vierfarbig vor, das strahlt Frische und Kraft aus und
macht neugierig auf mehr. Genau dies liefern die vielen ausdrucksvollen Illustrationen von Collins A. Mdachi aus Tansania. Wenn er seine Bärenfreunde in der „Honigtopfhaltung“ meditieren lässt, möchte man sich glatt dazu setzen und mitmachen. Kinderbuchautorin Andrea Liebers hat hier ihre CD-Edition über den großen Bären Ark erweitert und als Lesebuch herausgebracht.
Buddhistisch inspiriert durch die Sechs Vollkommenheiten erzählt der Bär Geschichten über Großzügigkeit, Disziplin, Geduld, Tatkraft, Konzentration und Weisheit. Alle Tiere lernen, was es bedeutet, freundlich zu bleiben, auch wenn der andere grob ist, oder geduldig zu warten¸ wenn die Äpfel noch nicht reif sind. Maximilian Eule, die kleine Maus, die unbedingt Geige spielen will und es trotz vieler Patzer doch noch lernt, die Katze Lin Shi und Meister Ping, der alte Pinguin, haben den Lesern viel zu sagen: Über selbst gemachte Ängste, Rechthaberei und andere Provokationen des Alltags. Die Autorin rundet ihre Geschichten für Kinder ab, indem sie die Seitenränder geschickt für Randbemerkungen nutzt. Hier haben
buddhistische Ethik und Dharma ihren Platz, ohne belehrend zu wirken. Zu den Kernaussagen des Buddhismus gehört, dass ohne einen stabilen Geist keine spirituelle Entwicklung möglich ist. Ark und seine Freunde geben fröhliche, inspirierende Starthilfe für eine Reise, deren Ziel es ist, den eigenen Geist zu erkunden und ihn bärenstark zu machen – stark wie Ark.

Christine Rackuff



Kinderbuch

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Kleiner großer Berg
Claudia Gliemann (Text), Uwe Meyer (Bilder)
Monterosa Verlag Karlsruhe 2010, 32 Seiten, 14,90 €


Eltern, die ihre Kinder im Geist des Buddhismus erziehen wollen, finden mit „Kleiner großer Berg“ ein wunderschönes Buch zum Anschauen, Lesen und Nachdenken für Kinder ab 4 Jahren. Der kleine große Berg vergleicht sich mit der Wiese und dem See und meint dabei gar nicht gut wegzukommen. Was hat er schon zu bieten? Die Wiese ist saftig grün und der See tiefblau und er nur langweilig grau. Genau so fühlt er sich, wie eine graue Maus, denn wenn er weiter vergleicht, hat er nicht viel zu bieten, die beiden anderen dagegen umso mehr. Doch eines Tages geht ihm – dank der Sonne – ein Licht auf. Da gibt es durchaus einiges, was ihn sehr besonders macht. Nicht nur dass auf ihm Edelweiß und Enzian wachsen, er ist auch Jahrmillionen alt!
Diese bezaubernde Geschichte regt die Fantasie an, bietet viel Stoff zum Nachdenken und ist in einer wunderbar einfachen, schönen Sprache geschrieben. Die witzigen, pfiffigen und sehr kindgerechten Illustrationen von Uwe Meyer, die durch klare Formen und satte Farben bestechen, verleihen der Geschichte einen zusätzlichen Zauber. Ein Buch zum Liebhaben und sich mit den lebens-wichtigen Grundsatz vertrat machen: Jeder ist auf seine Art etwas ganz Besonderes!

Andrea Liebers
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